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Bekanntmachung zur Änderung der Beitrags- und Gebührenordnung

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Wasserbeschaffungsverband Grabenstätt: Weiterhin sehr gute Wasserqualität – Hohe Darlehensaufnahme für Leitungsumlegung und -neuverlegung am geplanten Neubaugebiet an der Tüttenseestraße – Der Wasserpreis soll nun um 50 Cent steigen

Grabenstätt. „Unser Wasser ist nach wie vor sehr gut und unbedenklich zu verwenden“, freute sich der Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Grabenstätt Karl-Heinz Austermayer in der Jahresversammlung in der Schlossökonomie. Die dreimonatigen Wasseruntersuchungen seien „in der Regel alle ohne Befund“ und der Nitratgehalt liege stets zwischen zehn und elf Milligramm pro Liter bei einem maximalen Grenzwert von 50. Die genauen Ergebnisse der Untersuchungen seien immer auf WBV-Homepage abrufbar. Nach den Worten Austermayers könne man sich glücklich schätzen, dass das eigene Wasser nach wie vor „im absolut ausreichendem Maße vorhanden ist“. Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass der WBV seit acht Jahren bestes Trinkwasser preisgünstig an die gemeindliche Wasserversorgung in Marwang liefere und dies – wenn von der Gemeinde gewünscht – auch zukünftig gerne machen werde: „Auf uns ist jedenfalls immer Verlass“, betonte Austermayer.

Anschließend kam Austermayer auf die geplanten Baumaßnahmen zu sprechen. Demnach habe sich der WBV seit Oktober hauptsächlich mit der Planung zur Leitungsumlegung beziehungsweise Leitungsneuverlegung für das angedachte Baugebiet an der Tüttenseestraße befasst. Der erste von drei Bauabschnitten mit der Umlegung einer im Baugebiet befindlichen (stillzulegenden) Versorgungsleitung über den Obermühlweg zur Anbindung der bestehenden Häuser in der Tüttenseestraße an die Wasserversorgung im Ort werde nun im zweiten Halbjahr durchgeführt, so Austermayer. Den Auftrag hierzu habe man an die Firma TTB in Traunreut vergeben. Der zweite Bauabschnitt mit der Leitungsverlegung im neuen Baugebiet werde sich mit den dortigen Erschließungsmaßnahmen der Gemeinde ergeben. Ebenso richte sich der dritte Bauabschnitt mit der Neuverlegung einer Füll- und Versorgungsleitung in der Höringer Straße bis oberhalb des Kellerberges einschließlich eines Leerrohres nach der von der Gemeinde geplanten Erneuerung der Höringer Straße im Bereich des Kellerberges. Für die Bauabschnitte zwei und drei sind dem WBV noch keine festen Termine bekannt. Die erforderliche, im Vorjahr von der Verbandsversammlung genehmigte Darlehensaufnahme betrage zunächst 200.000 Euro und werde bei der Sparkasse erfolgen, so Austermayer. Der WBV werde das Darlehen auf zehn Jahre aufnehmen und jedes Jahr Zins und Tilgung bezahlen. Um finanziell auch weiterhin auf sicheren Füßen zu stehen, entschied die Versammlung nach längerer Diskussion einstimmig, den Wasserpreis um 50 Cent von 1,20 auf 1,70 Euro pro Kubikmeter anzuheben.

In ihrem Kassen- und Rechenschaftsbericht stellte Bürokraft Franziska Zippel die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2021 vor. Demnach betrugen die Einnahmen rund 191.254 Euro und die Ausgaben rund 187.486 Euro. „Somit konnten 3767,92 Euro den Rücklagen zugeführt werden“, so Zippel. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Der vorgelegte Haushaltsentwurf 2022 schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen mit 174.500 Euro und in den Ausgaben mit 209.340 Euro. Somit müssen aus dem Vermögenshaushalt 34.840 Euro entnommen werden. Der Vermögenshaushalt schließt mit 178.100 Euro ausgeglichen. Der Haushaltsentwurf wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig abgesegnet.

Im Zuge zweier neuer Bauvorhaben im Ortsteil „Wimm“ habe man diese Grundstücke an das Trinkwassernetz des WBV anschließen müssen, da diese bisher nur über eine eigene Wasserversorgung verfügt hätten, so Austermayer. Hierzu war die Verlegung einer zirka 200 Meter langen neuen Leitung von der Höringer Straße bis nach „Wimm“ erforderlich. „Die Kosten hierfür sind von den Eigentümern zu tragen“, so Austermayer. Da die Funkverbindung vom Hochbehälter zum Pumphaus nicht mehr funktioniert habe, sei ein neues Fernwirksystem für die Datenübertragung für zirka 4000 Euro gekauft worden. Wassermeister Helmut Steinbeck hat es dann erfolgreich eingebaut. Wie es hieß, absolviere Mitarbeiter Georg Heigenmoser seit Februar 2022 den 13-wöchigen Lehrgang „Fachkraft für Wasserversorgung“ mit Abschlussprüfung Anfang 2023. „Wir wünschen ihm dazu viel Erfolg“, so Austermayer.

Austermayer übernahm auch den Bericht des erkrankten Wasserwarts Helmut Steinbeck. Darin hieß es, dass im vergangenen Jahr 1634 Einwohner mit Trinkwasser versorgt worden seien. Die Jahresfördermenge aus der Quelle betrug 152.504 Kubikmeter Wasser – ein Minus von 15,3 Prozent zum Vorjahr. Verkauft wurden in Grabenstätt 86.537 Kubikmeter und in Marwang 45.892 Kubikmeter. Der Wasserverlust ist mit 18.078 Kubikmetern nur halb so hoch gewesen wie 2020. Er betrug zirka elf Prozent. „Wasser ist das Wichtigste, was wir haben“, betonte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem WBV. mmü

Foto (mmü/Archiv): Am südöstlichen Ortsrand von Grabenstätt soll in absehbarer Zeit auf einer gut 1,5 Hektar großen Fläche zwischen Tüttenseestraße (Kreisstraße TS 3) und Höringer Straße (siehe Bild) ein Baugebiet mit Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern entstehen. Zuvor muss der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Grabenstätt aber noch eine durch das Areal verlaufende alte Versorgungsleitung stilllegen und entfernen.

Vielen Dank an unseren örtlichen Berichterstatter, Herrn Markus Müller, der uns diesen Bericht nebst Fotos zur Verfügung gestellt hat. u. a. wurde dieser Bericht bereits im „Traunsteiner Tagblatt“ veröffentlicht.

 


Zählerablesung 2022

Die Zählerablesung wird in diesem Jahr wieder persönlich durch den Wasserbeschaffungsverband Grabenstätt ab Mitte Mai 2022 stattfinden. Sollten unsere Mitarbeiter niemanden antreffen, wird ein entsprechendes Zählerableseformular eingeworfen, das Sie bitte ausgefüllt an uns retournieren.

Ihr Wasserbeschaffungsverband Grabenstätt