Aktuelles

MÄRZ 2019:

Jahresversammlung des WBV Grabenstätt am 05.04.2019

Wir laden unsere Mitglieder zur diesjährigen Jahresversammlung am Freitag, den 05.04.2019 im Gasthaus „Grabenstätter Hof“ in 83355 Grabenstätt herzlich ein.

Ihr Wasserbeschaffungsverband Grabenstätt

Die Einladung finden Sie hier als Pdf

 


Dezember 2018:

Personalveränderungen beim WBV Grabenstätt

Nachdem der bisherige Wassermeister Bernhard Rathspieler seine Tätigkeit beim WBV zum Ende des Jahres beendet, hat sich der WBV um einen zusätzlichen Mitarbeiter zum Wasserwart Helmut Steinbeck bemüht und ist fündig geworden: Herr Georg Heigenmoser aus Büchling wird ab 01.01.2019 halbtags beim WBV arbeiten und wir wünschen ihm dazu recht viel Glück und Erfolg.

Darüber hinaus wird bekanntgegeben, dass die Büroleiterin Franziska Zippel ebenfalls ab 01.01.2019 nun halbtags beim WBV weiterbeschäftigt wird und sich dadurch die Öffnungszeiten in der Geschäftsstelle in der Schlossökonomie ändern. Zukünftig wird die Geschäftsstelle von Montag bis Mittwoch von 08:00 bis 12:00 Uhr besetzt sein – ein zusätzlicher Service für unsere Wasser-Abnehmer.

Ihr Wasserbeschaffungsverband Grabenstätt

(v.l.n.r.) Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Austermayer, Franziska Zippel, Georg Heigenmoser, stellv. Vorstandsvorsitzender Thomas Langerspacher

 


September 2018:

Giftiges Wiesen-„Unkraut“ Wasser-Kreuzkraut bereitet Grabenstätter Bauern Sorgen

 Grabenstätt. Während den Landwirten in vielen Regionen Deutschlands seit Monaten die extreme Trockenheit zu schaffen macht, treibt viele Chiemgauer Bauer eine ganz andere Sorge um – Das vermehrte Auftreten des giftigen Wasser-Kreuzkrauts. Im Vorjahr wurde sein Vorkommen auch erstmals auf einer Wiese östlich von Grabenstätt festgestellt. Die feuchtigkeitsliebende krautige Pflanze kann Wuchshöhen von 15 bis 80 Zentimetern erreichen und schaut mit ihren gelben Blüten alles andere als gefährlich aus, doch der Schein trügt. Kreuzkräuter, auch Greiskräuter genannt, enthalten nämlich für Tier und Mensch giftige Inhaltsstoffe, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA), in hoher Konzentration. Das Wasser-Kreuzkraut ist sowohl beim Verzehr als auch bei Hautkontakt giftig. Wie Johann Staltmayr vom Erzeugerring für Pflanzenbau Südbayern bei einem Ortstermin in Grabenstätt im Beisein zahlreicher Bauern und interessierter Bürger mitteilte, könnten diese Pyrrolizidinalkaloide beim Abbau in der Leber zu irreversiblen Leberschäden führen. „Wenn sie eine Woche jeden Tag einen Wasser-Kreuzkraut-Tee trinken, ist ihre Leber für immer erledigt, dass schaffen sie mit Schnaps nicht so schnell“, betonte Staltmayr mit einem Augenzwinkern. Weidetiere würden die Aufnahme von Kreuzkräutern – von denen es allein in Bayern 17 verschiedene Arten gibt – zwar wegen der Bitterstoffe meiden, diese gingen aber bei der Futterkonservierung in Heu oder Silagen weitgehend verloren, während die PA-Giftstoffe kaum reduziert würden, so Staltmayr. Neben der Vergiftungsgefahr für Pferde und Rinder bestehe zudem das Risiko, dass die besagten PA-Giftstoffe in die Lebensmittelkette gelangen.

Der Grabenstätter Landwirt Hans Stefanutti, der eine besonders betroffene Wiese des Wasserbeschaffungsverbandes Grabenstätt bewirtschaftet, hat den letzten Schnitt in rund 30 Ballen pressen lassen, um das verunreinigte Gras zu entsorgen. Die Gefahr, dass seine Rinder nach dem Verzehr erkranken, ist ihm zu groß. „Die Fahrtkosten zum Entsorger in Burgkirchen muss ich selbst tragen, aber zumindest die Entsorgung zahlt das Landratsamt“, so Stefanutti. Auf die Frage der anwesenden Bauern, was sie gegen eine weitere Verbreitung des giftigen Wiesen-„Unkrauts“ machen könnten, meinte Staltmayr, dass es kein Allheilmittel gebe, das zu sofortigen Erfolgen führe. Was aber helfe, sei das Ausstechen der Pflanze samt Wurzeln. Zudem könnte man einer weiteren Vermehrung durch häufiges Mähen entgegenwirken und indem man die Grasnarbe durch das Ansäen von speziellen Gräsern verdichtet. Das Wegbrennen mit Odel sei auch eine Möglichkeit, während das Düngen mit Stickstoff speziell beim Wasser-Kreuzkraut nichts bringe, so Staltmayr. Beim Phosphat sehe es wieder etwas anders aus. „Da es sich um das Wassereinzugsgebiet unserer Quelle handelt, müssen wir aber aufpassen, dass nichts ins Wasser gelangt“, warnte der Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes Grabenstätt Karl-Heinz Austermayer. So sei auch eine großflächige Bodenöffnung durch Umackern im besagten Gebiet zwischen Grabenstätt und Tüttensee nicht erlaubt. „Man sieht schon, ein Baustein bringt uns nicht weiter, wir brauchen viele Bausteine und müssen jedes Jahr einen kleinen Schritt machen, damit es wieder besser wird“, resümierte Landwirtschaftsmeister Staltmayr und brachte noch die Verdunklung durch Mulch des letzten Schnittes ins Spiel. Dies sollte aber nicht vor Ende Oktober/Anfang November geschehen. Bis zum 1. Juni könnten die betroffenen Wiesen bedenkenlos geerntet werden, versicherte der Experte. Dass sich das Wasserkreuzkraut immer mehr ausbreitet, führt Staltmayr auch auf den Klimawandel zurück. mmü

Foto 1 (mmü): Johann Staltmayr (ganz rechts bzw. Zweiter von rechts) vom Erzeugerring für Pflanzenbau Südbayern erläuterte bei einem Ortstermin den besorgten Grabenstätter Bauern, was sie gegen das sich ausbreitende giftige Wasser-Kreuzkraut tun können.

Foto 2 (mmü): Das giftige Wasser-Kreuzkraut bereitet auch einigen Grabenstätter Landwirten zunehmend Kopfzerbrechen. Fressen ihre Rinder das mit dieser Pflanze verunreinigte Gras, Heu oder Silage, kann deren Leber irreversibel geschädigt werden.

Foto 3 (mmü): Landwirt Hans Stefanutti (Mitte) aus Grabenstätt mit Annelies Stefanutti-Bscheidl (hat ein Wasser-Kreuzkraut in der Hand) und Gerhard Wimmer, Vorstand des Gartenbauvereins.

Foto 4 (mmü): Über 30 Ballen mit Gras, das mit giftigem Wasser-Kreuzkraut verunreinigt ist und entsorgt werden muss. Dem Grabenstätter Landwirt Hans Stefanutti blieb keine andere Wahl.

 

Vielen Dank an unseren örtlichen Berichterstatter, Herrn Markus Müller, der uns diesen Bericht nebst Fotos zur Verfügung gestellt hat. u. a. wurde dieser Bericht bereits im „Traunsteiner Tagblatt“ veröffentlicht



August 2018:

Bilder vom Neubau der Wasserleitung im Baugebiet Erlstätter Straße in Grabenstätt (Link zu den Bildern)

 


Wasserbeschaffungsverband Grabenstätt: Karl-Heinz Austermayer ist neuer Vorstand – Wasserpreis bleibt bei 0,90 Euro/ – Hoher Wasserverlust durch Rohrschaden

Grabenstätt. Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Grabenstätt blickte in seiner Jahreshauptversammlung im Gasthof „Grabenstätter Hof“ auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurde Karl-Heinz Austermayer einstimmig zum Nachfolger des bisherigen Verbandsvorstehers Hans Stefanutti gewählt. In den vergangenen 25 Jahren gehörte Austermayer dem Ausschuss bereits als Beisitzer an. „Die Anlagen sind in einem Top-Zustand und nun gilt es die erfolgreiche Arbeit fortzuführen und den Bürgern weiterhin so ein gutes Wasser zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung zu stellen“, betonte Austermayer und dankte seinem Vorgänger. Zur Seite steht ihm in den kommenden fünf Jahren der neue 2. Vorstand Thomas Langerspacher. Er beerbt Silvia Binder. Stefanutti hatte nach 20 Jahren an der Spitze des Verbandes nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidiert, bleibt diesem aber als Beisitzer erhalten. Weitere Beisitzer sind Elisabeth Bartsch, Paul Osenstetter, Michael Lex und Günther Maier. Kassenprüfer bleiben Dietmar Durchholz und Josef Austermayer. Ein besonderer Dank galt auch der scheidenden 2. Vorsitzenden Silvia Binder und dem ehemaligen 2. Vorstand Stefan Spitzl, der 15 Jahre Ausschussmitglied war. Zudem stellte sich die neue Bürokraft Franziska Zippel vor: „Seit Mai unterstütze ich den Wasserbeschaffungsverband und freue mich auf die Zusammenarbeit“. Die 35-jährige zweifache Mutter lebt seit 2015 mit ihrer Familie in Grabenstätt und ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation. Ihre Vorgängerin Manuela Pitei hatte den Verband Anfang letzten Jahres verlassen. Seitdem kümmerte sich Wasserwart Helmut Steinbeck um die Finanzen.

Vor zwei Jahren war beim Wasserbeschaffungsverband eine Erhöhung des Wasserpreises von 0,72 auf 0,90 Euro pro Kubikmeter beschlossen worden und dabei bleibt es auch. Was die gemeindliche Wasserversorgung Marwang anbelangt, wird das Wasser weiterhin im Verhältnis ein Drittel (Gemeindliche Wasserversorgung) zu zwei Drittel (Wasserbeschaffungsverband) gemischt. „Statt für 47 Cent verkaufen wir den Kubikmeter Wasser nun für 57 Cent an die Gemeinde“, so der scheidende Vorstand Stefanutti. Der Grundpreis pro Kubikmeter Wasser sei demnach von 1,20 auf 1,30 Euro gestiegen. Die zusätzliche Steigerung auf 1,80 Euro wurde durch die Gemeinde veranlasst. In seinem Rechenschaftsbericht ließ Stefanutti die durchgeführten Maßnahmen am Leitungsnetz der letzten 20 Jahre Revue passieren. Die unlängst im Pumphaus eingebaute UV-Anlage, mit der schädliche Mikroorganismen abgetötet werden können, „wird erst im nächsten Monat in Betrieb gehen“, so Stefanutti. Er erinnerte auch an den Umbau der Förderpumpen und den installierten Trübungssensor, der auf Aufforderung des Gesundheitsamtes an der Quelle eingebaut worden war. Diese Maßnahmen kosten insgesamt rund 30.000 Euro. Diese Woche beginnt man im neuen Baugebiet „Erstätter Straße“ mit dem Bau der Wasserleitung (Rohrnetzerweiterung). Die Tiefbaumaßnahmen werden dort voraussichtlich mit rund 47.014 Euro brutto und die Materialkosten mit zirka 11.745 Euro brutto zu Buche schlagen.

In seinem Kassen- und Rechenschaftsbericht stellte Helmut Steinbeck die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2017 vor. Die Einnahmen betrugen rund 154.905 Euro und die Ausgaben rund 144.644 Euro. „Es sind 10.261,84 Euro übriggeblieben, die wir den Rücklagen zuführen“, so Steinbeck. Aus dem Wasserverkauf seien 113.422,48 Euro erlöst worden. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig. Der vorgelegte Haushaltsentwurf 2018 schließt im Verwaltungshaushalt mit 182.012 Euro. Zuführung zum Vermögenshaushalt: 22.200 Euro. Die geplanten Wassergebühren-Einnahmen sind 120.000 Euro, inklusive zirka 25.000 Euro durch die Wasserversorgung Marwang. Für den Anlagen-Unterhalt sind 20.000 Euro angesetzt. Der Vermögenshaushalt schließt mit 93.000 Euro. Der Haushaltsentwurf wurde einstimmig angenommen. Er tritt rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft.

Laut Wassermeister Bernhard Rathspieler wurden im Vorjahr 1641 Einwohner mit Wasser versorgt. Die Jahresfördermenge aus der Quelle betrug 136.843 Kubikmeter Wasser. Verkauft wurden 118.582 Kubikmeter (minus 7,5 Prozent). Die Anzahl der Wasserzähler stieg um zwei auf 502. Zu beklagen waren vier Rohrleitungsschäden. Vor allem jener in der Chieminger Straße 12a habe den großen Wasserverlust von 15.201 Kubikmetern (elf Prozent) verursacht, bedauerte Rathspieler. Schadenssumme: Rund 9000 Euro netto. Mit Blick auf den an der Quelle eingebauten Trübungssenor meinte er: „Das passt von der Trübung her, das Wasser ist absolut klar“. Rathspieler kündigte an, dass er seine Tätigkeit für den Verband nach fast 20 Jahren zum Jahresende beende. Seine Nachfolge als WBV-Wassermeister könnte Wasserwart Helmut Steinbeck antreten, der dafür die Meisterschule besucht. Bürgermeister und Wahlleiter Georg Schützinger bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und wünschte alles Gute. Job Wülfing fragte an, ob man zukünftig wichtige Daten zu den Finanzen schriftlich erhalten könnte. „Wir können das mit der Einladung verschicken“, betonte Stefanutti. mmü

Foto 1 (mmü): Sie bilden die neue Spitze beim Wasserbeschaffungsverband Grabenstätt: 1. Vorstand Karl-Heinz Austermayer (links) und dessen Stellvertreter Thomas Langerspacher.

Foto 2 (mmü): Der neue Vorstand des Wasserbeschaffungsverbandes Grabenstätt Karl-Heinz Austermayer (links) bedankte sich bei seinem Vorgänger Hans Stefanutti für die geleistete Arbeit. Dieser hatte den Verband 20 Jahre geführt und nun nicht mehr kandidiert.

 

Vielen Dank an unseren örtlichen Berichterstatter, Herrn Markus Müller, der uns diesen Bericht nebst Fotos zur Verfügung gestellt hat. u. a. wurde dieser Bericht bereits im „Traunsteiner Tagblatt“ veröffentlicht